Weniger ist besser

Die Energiedichte unserer Nahrung ist der Schlüssel zur Gewichtsregulierung. Sie beschreibt den Nährwert eines Gerichts im Verhältnis zu seinem Gewicht. Also die Kalorien pro 100g. So wichtig ist die Energiedichte, weil unser Magen "satt" meldet, wenn er voll ist und nicht, wenn er eine gewisse  Menge an Kalorien bekommen hat. Wenn wir es also schaffen, unseren Magen mit Nahrung zu füllen, die zwar satt macht, aber wenig Energie (Kalorien) beinhaltet, kann unser Körper weniger Energie in Form von Fett speichern. Er muss dann sogar gegebenfalls Fett verbrennen, um die notwendige Energie bereitzustellen. So funktioniert es, sich immer satt zu essen und trotzdem abzunehmen.

EnergiedichteZur Verdeutlichung ein Beispiel: Eine Tafel Schokolade hat ca. 540 Kilokalorien. Um so viel Energie zu sich zu nehmen müsste man etwa ein Kilo Äpfel essen oder etwa 3,5 kg Tomaten. Es dauert nicht lange, dann ist die Schokolade verdaut und der Magen meldet wieder "Hunger". Essen wir dann wieder etwas mit hoher Energiedichte, haben wir am Ende des Tages sehr viel mehr Kalorien zu uns genommen als wenn wir vorwiegend Gerichte mit niedriger Energiedichte gegessen hätten.

Haben wir an diesem Tag mehr Kalorien zu uns genommen als wir verbraucht haben, speichert das der Körper in der Form von Fett. Waren es weniger Kalorien, muss der Körper gespeichertes Fett verbrennen und wir nehmen ab.

Wichtig ist im diesem Zusammenhang auch das Hormon Insulin. Der Körper schüttet es aus, um die aus Kohlenhydraten gespaltene Glucose (= Zucker) aus dem Blut in die Zellen zu schleusen. Je mehr Zucker im Blut, desto mehr Insulin wird ausgeschüttet. Das Gemeine ist, wenn noch viel Insulin im Blut ist, aber kein Zucker mehr, fordert das Insulin neuen Zucker an, indem es dem Gehirn Hunger signalisiert. Der Weg zum Kühlschrank ist dann vorgezeichnet.

Ein weiterer Effekt des Insulin ist, dass unsere Fettzellen auf "Speicherung" programmiert sind, solange der Insulinspiegel hoch ist. Fettverbrennung ist erst wieder möglich, wenn das Insulin ein normales  Niveau in unserem Blut erreicht hat. Wer abnehmen will muss daher darauf achten, seinen Insulinspiegel nicht zu sehr steigen zu lassen und aus der Insulinschaukel auszubrechen. Über Gerichte mit niedriger Energiedichte ist das möglich.

Die Umstellung der Ernährung ist am erfolgreichsten, wenn man zwei Tage komplett auf schnelle Kohlenhydrate verzichtet. Also keine Süßigkeiten, keinen Zucker in den Kaffee, kein Bier oder Wein, kein Weißbrot oder Brezen, auch kein süßes Obst. Stattdessen Gemüse, Gemüsebrühe, Salat, Tofu so viel Sie wollen und wenn's gar nicht ohne geht, dann wenig mageres Fleisch dazu. (Wer unter Diabetes oder schweren Stoffwechselerkrankungen leidet, konsultiert aber bitte vorher seinen Arzt).

Moment mal, "Wo bleibt da der Genuss?" werden Sie sich jetzt fragen? Der kommt danach wieder. Kurzfristige Opfer muss man bringen. Danach werden Sie feststellen, dass Ihr Geschmacksempfinden sich langsam aber sicher verändert. Sie werden Geschmacksnoten wieder erkennen, für die Sie zu Ihren Zuckerzeiten geradezu geschmacksblind waren. Sehr gerne geben wir Ihnen dazu Tipps und Anregungen. Z.B. indem Sie unseren Newsletter abonnieren oder regelmäßig in unseren Blog schauen. 

 

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