
Endlich Frühling. Es ist toll. Zumindest versuche ich mir das einzureden. Deswegen höre ich beim Joggen Winnetous Filmmusik. Heute morgen war der Himmel noch blau und es war warm. Jetzt ist es kalt und es regnet.Tralàla. Winnetou reitet vor meinem inneren Auge vorbei. In der nächsten Szene bin ich selbst Winnetou. Ich renne und meine Haarpracht weht. Ich bin acht und auf dem Weg zur Geburtstagsparty meiner Cousine. Die schwarze Perücke auf dem Kopf. Ich sehe meinen eigenen Schatten. Eine Silhouette mit wehendem Haar. Das Indianerkostüm ist mir auf den Leib geschneidert. In der einen Hand den Tomahawk, in der anderen die Friedenspfeife. Im Gürtel steckt das Gummimesser. Die Silberbüchse hängt über meine Schulter. Ich kann gut rennen mit dem Gewehr. Zu der Zeit haben weder Intschu Tschuna noch mein leiblicher Vater mein Talent erkannt. Sonst hätte ich jetzt vielleicht in der Heimat meiner und Karl Mays seelenverwandten Ahnen eine olympische Medaille im Biathlon gewonnen.



Woraus ist eigentlich Brot gemacht, das nicht mit Vollkornmehl gebacken wurde? Aus Auszugsmehl. Das ist Mehl, dem bestimmte Teile des gemahlenen Korns fehlen. Nämlich der Keim und die Schale (Kleie). Diese beiden Bestandteile des Getreides beinhalten nämlich einen grossen Fettanteil, der das Mehl nach wenigen Wochen ranzig werden lässt. Als Verfahren auf den Markt kamen, mit denen Keim und Kleie abgetrennt und entfernt werden konnten, war es möglich unbegrenzt haltbares Mehl herzustellen. Für Produzenten und Handel natürlich ein grosser Vorteil. Aber auch für die Konsumenten?