Januar 2011

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Um  besser zu verstehen, wieso uns Veränderungen jeglicher Art so schwer fallen, führen wir unseren virtuellen Parkspaziergang vom letzten Mal fort. Vom Riesenrad aus sehen die Besucher Spuren im Schnee, die alles andere als optimal durch den Park führen. Eine davon führt zum Souvenirshop.

Interessant ist, was passiert, wenn dieser geschlossen bleibt und nebendran eine mobile Bude aufmacht. Die Besucher benutzen den alten Trampelpfad zum Shop und verlängern ihn einfach bis zur neuen Bude. Auch wenn es theoretisch besser wäre, einen neuen Weg zu bahnen. So funktioniert auch unser Gehirn. Was dabei passiert nennen wir “lernen”. Neue Eindrücke und Erkenntnisse bauen auf bestehenden auf und verändern unsere Handlungsmuster ein kleines bisschen. Machen wir Erfahrungen immer wieder, verfestigen sich die Muster. Viele kleine Wahrnehmungen (einzelne Schritte) spielen da ebenso eine Rolle wie wenige einschneidende Erlebnisse (wenn das Räumfahrzeug einen Weg bahnt).

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Die Hirnforschung hilft uns zu verstehen, wieso wir so träge Gewohnheitstiere sind. Ein besonders anschauliches Bild zeichnet Professor Manfred Spitzer. Er vergleicht die Erfahrungen, die wir im Laufe unseres Lebens machen – und die im Gehirn gespeichert sind – mit Spuren, die die Besucher eines Parks hinterlassen. Zur besseren Veranschaulichung stellen wir uns vor, dass es Winter ist und in dem Park eine geschlossene Schneedecke liegt.

Die Besucher kommen durch das Eingangstor in den Park. Weil es kalt ist, finden sie schnell den Weg zum Glühweinstand und von dort – nachvollziehbarerweise – zum WC. Kurz vor Weihnachten kommt für einige der Souvenirshop des Parks gerade recht. Es führt eine Spur also auch dorthin. Weiterlesen »

Versetzen Sie sich einmal in den Alltag eines Ihrer steinzeitlichen Vorfahren. Sie streifen durch den Wald und essen Beeren. Grüne, saure Beeren. Dann sehen Sie eine blaue Beere und probieren sie. Wow, potzblitz, die ist zuckersüß. Sie schlecken sich die Lippen wie ein kleines Kätzchen. Ihr Hirn fordert Ihre Augen auf, nach weiteren blauen Beeren Ausschau zu halten. Bei jeder blauen Beere das gleiche: Der Fruchtzucker lässt Ihre Stimmung steigen. Im Hirn ihres Urahns ist in diesem Moment etwas ganz wichtiges für unsere Entwicklung geschehen.

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Denken Sie einmal an grüne Beeren. Saure grüne Beeren. Was passiert? Das löst nicht gerade euphorische Gedanken in Ihrem Gehirn aus, oder? Ähnlich wenig begeistert sind Sie wahrscheinlich, wenn Ihnen nahe gelegt wird, Sie sollen sich zukünftig vor allem von Gemüse ernähren und endlich Ihren Hintern hoch bekommen und sich mehr bewegen.

Mit solchen Appellen sollen wir dazu gebracht werden, unser Leben zu verändern und überschüssige Pfunde loszuwerden. Dazu ist verdammt viel Willensstärke gefragt.

Aber wieso ist es eigentlich so schwer, den Vorsatz abzunehmen, einige Wochen durchzuhalten?

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Weil sich die Nachteile von Zucker längst herumgesprochen haben, ist für viele, die auf Süßes nicht verzichten wollen, Süßstoff zur Alternative geworden. Als kleine Tabletten in den Kaffee genauso wie als Süßungsmittel von unzähligen Light-Produkten.

Aber ist Süßstoff eine wirksame und sinnvolle Alternative?

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Wenn man weniger Kalorien zu sich nimmt als man verbraucht, nimmt man ab. Ganz einfach! Wenn man das über einen längeren Zeitraum schafft, nimmt man viel ab.

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten, eine so genannte negative Energiebilanz zu erreichen:
1. Man futtert weniger Kalorien.
2. Man verbrennt mehr, z.B. durch Bewegung.

Dumm nur, dass wir zum einen gerne einmal faul sind und zum anderen den meist süßen Verlockungen nur schwer widerstehen können. Also wünschen sich viele Menschen Wunderpillen herbei. Weil’s die aber nicht gibt, gehen sie Leuten, die das eigentlich Unmögliche versprechen, auf den Leim. Dabei sind die Fakten unumstößlich:

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