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Gesundes macht nicht immer schlank - aber meistens

In der öffentlichen Diskussion und in den Medien werden oft zwei Aspekte gleichgesetzt, obwohl es um unterschiedliche Dinge geht:
a) Ob ein Lebensmittel gesund bzw. ungesund ist.
b) Ob ein Lebensmittel schlank bzw. dick macht.

Fett zum Beispiel gilt bekanntermaßen als ein potentieller Dickmacher. Unter den Makronährstoffen hat es mit neun Kilokalorien pro Gramm die höchste Energiedichte. Kohlenhydrate und Eiweiß haben nur je 4,1 kcal/g.

Macht Fett deswegen dick? Das hängt ganz entscheidend von der verzehrten Menge ab. Wer viel Fettiges isst oder industrielle Nahrungsmittel, die oft vor versteckten Fetten nur so strotzen, futtert sich mit den Kalorien des Fetts Problemzonen an.

Aber ist Fett deswegen ungesund? Das ist abhängig von der Art des Fettes.

Transfette aus gehärteten Pflanzenölen sind definitiv gesundheitsschädlich. So schädlich, dass der Gebrauch seit 2015 in den USA verboten ist und Dänemark, Österreich, Ungarn, Island, Norwegen und die Schweiz inzwischen eine Obergrenze eingeführt haben. Denn die enthaltenen trans-Fettsäuren erhöhen nachweislich das Risiko von Arterienverkalkung und Herzinfarkt.
Transfette machen also dick und sind ungesund. Wem seine Gesundheit am Herzen liegt, sollte deswegen Gebäck aus Blätterteig, Kekse, Chips, Cracker und Donuts ebenso vom Speiseplan streichen wie Tiefkühlpizza, Fertiggerichte, industrielle Eiscreme und Pommes Frites.

Olivenöl dagegen ist sehr wertvoll für den menschlichen Körper. Es senkt den Spiegel des LDL-Cholesterins, das die Arterienverkalkung fördert. Auch hilft es, den Blutzuckerspiegel zu senken und hat positive Auswirkungen auf den Fettstoffwechsel. Zudem versorgt es den Körper mit Vitamin E und anderen wichtigen Vitalstoffen.
Olivenöl enthält außerdem besonders viele einfach ungesättigte Fettsäuren. Diese sind z. B. auch in Avocados, Nüssen und Mandeln zu finden.

Auch die positive Wirkung der Omega-3 Fettsäuren ist mittlerweile allgemein bekannt. Sie wirken entzündungshemmend und beugen koronaren Herzerkrankungen vor. Mal abgesehen von Fischölkapseln kommen Omega-3 Fettsäuren in größeren Mengen in fettem Seefisch vor, aber auch in Leinöl, Rapsöl oder Walnüssen. Das sind sehr gute Alternativen für alle, die keinen Fisch mögen. Leinöl kann man z. B. morgens ins Müsli rühren.

Die genannten Lebensmittel sind also alle gesund, aber sie machen tendenziell dick, wenn man zu viel von ihnen isst. Ideal sind Lebensmittel, die gesund sind und mit denen man sehr gut abnimmt. Frisches Gemüse und Obst zum Beispiel oder hochwertiges Fleisch oder Sojaprodukte. Sie alle haben eine niedrige Energiedichte. Das heißt, auch wenn man sich mit ihnen satt isst, nimmt man nur relativ wenig Kalorien auf. Zudem versorgen sie den Körper mit wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Wer sich überwiegend mit solchen gesunden Lebensmitteln ernährt, Zuckerhaltiges und Fettiges also weglässt, braucht sich um sein Gewicht kaum Sorgen zu machen.

Im Gegenteil, dann sind vernünftige Mengen an Oliven-, Lein- und Rapsöl sowie Nüssen nicht nur akzeptabel, sondern runden den Speiseplan sogar genussvoll ab.

 

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Das sind sehr viele Details prima erklärt. Und wir sind wieder etwas schlauer. Danke.
Die richtige Dosis machst. LG Heike

Heike Hupkau - 29. August 2018

Wie sieht es aus mit selbstgemachten Gemüsechips?
Zubereitetet in einer Heissluftfriteuse , etwas Olivenöl und Gewürzen. Wie ändert sich hier die ED, im rohen Zustand hab ich hier im Durchschnitt eine ED von 0,4 (Karotte, Kohlrabi, Kartoffel). Ändert sich die ED überhaupt?

Petra Borth - 7. Oktober 2018

Ja, die ED ändert sich sogar sehr.
Chips sind ja getrockenete Gemüsescheiben, bedeutet, sie enthalten wesentlich weniger Wasser als das rohe Gemüse. Da aber die niedrigere ED von Gemüse vor allem durch den hohen Wasseranteil entsteht, bedeutet Wasserverlust = Erhöhung der ED. Wie hoch die ED genau ist, kann man nicht pauschal sagen, dafür müsstest du das Gemüse voher und nachher wiegen. 

Vibono

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