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Wie kann es sein, dass man in zwei Wochen 7 kg verliert?



In der Praxis berichten immer wieder Coaching-Teilnehmer von Gewichtsverlusten von bis zu 7 kg in zwei Wochen. Ist das nun ein Wunder oder weitgehend auf Wasserverlust zurückzuführen?

Das ist tatsächlich überwiegend Wasser!

Die Umstellung von vielen Kohlenhydraten auf fast keine gibt nämlich Wasser frei, in dem bisher Zucker gebunden war. Gut zwei Drittel der Kohlenhydratvorräte im menschlichen Körper sind als Glukose in den Muskeln gespeichert. Der Traubenzucker liegt da natürlich nicht sauber gepresst in mundgerechten Stücken herum, sondern ist in Wasser gelöst. Wenn man nun weniger Kohlenhydrate isst, greift der Körper zunächst auf diese Zuckerreserven in den Muskeln zurück. Das Wasser, in dem sie gelöst waren, wird dann natürlich nicht mehr gebraucht und einfach ausgeschieden. Das kann bis zu fünf kg in einer Woche ausmachen.

Auch Salz ist ein sehr guter Wasserspeicher. (Deswegen wird es ja im Winter zum Streuen eingesetzt). Wer also seine Ernährung konsequent umstellt, kann größere Gewichtsverluste in kurzer Zeit herbeiführen.

Für den Abbau von Fett gilt jedoch die unumstößliche Wahrheit, dass in einem Kilo Körperfett 7.000 Kilokalorien gespeichert sind. Um tatsächlich ein Kilo Fett abzubauen, muss man also diese Energiemenge mehr verbrauchen als man zu sich nimmt. Bei Einsparungen von 500 kcal pro Tag braucht man dazu zwei Wochen. In einem Monat nimmt man so 2 kg ab. Im Jahr dann 24 Kilo.

Große Gewichtsverluste in kurzer Zeit können v.a. Menschen mit hohem Ausgangsgewicht erleben. Aus folgenden Gründen:
- Sie haben im Körper einige Liter Wasser mehr gespeichert als Personen mit niedrigem Startgewicht.
- Sie haben einen höheren Energieverbrauch. Eine Person mit 120 kg verbrennt täglich bis zu 700 kcal mehr als eine Person mit 80 kg. (Männer zudem mehr als Frauen). Wenn diese Personen nun genau das gleiche essen, nimmt die schwere Person bis zu 1,5 kg in zwei Wochen mehr ab. Und das ist dann Fett. (Vom Effekt, dass der Körper evtl. in ein Notprogramm schaltet, einmal abgesehen).
- Frauen lagern zyklusbedingt temporär 1-2 Liter Wasser zusätzlich ein. Wer einen glücklichen Startzeitpunkt erwischt, kann diese 1-2 kg als zusätzlichen (kurzfristigen) Gewichtsverlust verzeichnen. Das Gegenteil ist bei einem gegengesetzten Startzeitpunkt der Fall.

Die meisten wissen, dass die Anfangsverluste zu großem Teil auf Wasserausscheidung zurückzuführen sind. Der psychologische Effekt ist jedoch trotzdem von großer Bedeutung, weil sich die Waage endlich bewegt. Wer sich das allerdings nicht bewusst macht, ist oft nach 2-4 Wochen frustriert, weil sich dann nichts mehr tut. Häufig werden dann auch wieder mehr Kohlenhydrate gefuttert, weil es ja bisher so toll lief. Der Effekt ist mitunter sehr böse: Denn an diese Kohlenhydrate bindet der Körper nun natürlich wieder Wasser und das Gewicht steigt wieder. Leider brechen viele dann die Diät ab, verfallen in alte Essensmuster und das Ursprungsgewicht ist ruckzuck wieder da.

Meine Tipps:
- Sich diesen Beitrag bookmarken und immer wieder lesen.
- Unbedingt das Gewichtsprotokoll führen. Denn das zeigt bereits verlorene Pfunde, auch wenn die Waage mal wochenlang stagniert.
- Viel trinken! Denn gerade wenn der Körper viel Wasser verliert (und Giftstoffe damit ausscheidet), ist Wasserzufuhr sehr wichtig.
- Langfristig denken! Wer 30 Kilo abnehmen will, verliert ca. 5 kg durch Wasser und muss 25 kg Fett abbauen. Das geht in einem Jahr, wenn man 2 kg pro Monat verliert. Das entspricht einer Einsparung von ca. 500 kcal pro Tag.
- Gelduld, Geduld, Geduld! Der Körper ist ein ganz tolles System. Aber dauerhaft abzunehmen braucht einfach Zeit.

(#0026)

 
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