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Wieso uns Veränderungen so schwerfallen (2)

Um  besser zu verstehen, wieso uns Veränderungen jeglicher Art so schwer fallen, führen wir unseren virtuellen Parkspaziergang vom letzten Mal fort. Vom Riesenrad aus sehen die Besucher Spuren im Schnee, die alles andere als optimal durch den Park führen. Eine davon führt zum Souvenirshop. Interessant ist, was passiert, wenn dieser geschlossen bleibt und nebendran eine mobile Bude aufmacht. Die Besucher benutzen den alten Trampelpfad zum Shop und verlängern ihn einfach bis zur neuen Bude. Auch wenn es theoretisch besser wäre, einen neuen Weg zu bahnen. So funktioniert auch unser Gehirn. Was dabei passiert nennen wir "lernen". Neue Eindrücke und Erkenntnisse bauen auf bestehenden auf und verändern unsere Handlungsmuster ein kleines bisschen. Machen wir Erfahrungen immer wieder, verfestigen sich die Muster. Viele kleine Wahrnehmungen (einzelne Schritte) spielen da ebenso eine Rolle wie wenige einschneidende Erlebnisse (wenn das Räumfahrzeug einen Weg bahnt).

Wenn uns jemand vorschlägt, etwas in unserem Leben zu verändern, stehen wir dem genauso skeptisch gegenüber, wie wenn uns jemand vorschlägt, eine neue Spur durch den unberührten Schnee zu legen. Vor allem, wenn wir mit den bisherigen Wegen gut gefahren sind, werden wir uns das dreimal überlegen. Oder gar nicht darüber nachdenken. Denn Denken ist Arbeit und strengt an. Klar ist auch, dass es stark darauf ankommt, wie uns jemand einen neuen Weg nahelegt. Tut er das missmutig mit erhobenem Zeigefinger, werden wir keine großartige Lust verspüren, seinen Rat zu befolgen. Tut er es mit aufrichtiger Begeisterung werden wir schon eher bereit sein, den Fuss in den knöchelhohen Schnee zu setzen. Wenn er uns verspricht, dass es dort hinten den Glühwein kostenlos gibt und für die ersten zehn Gäste sogar noch eine Zuckerwaffel dazu, stapfen die meisten von uns unverzüglich los. Rufen von dem tollen neuen Glühweinstand sogar Freunde zu uns herrüber, werden wir nicht mehr zu stoppen sein. Aufs Abnehmen bezogen bedeutet das: Ein nüchterner, nörgelnder Gesundheitsexperte wird Sie kaum dazu bewegen können, liebgewonnene Essensmuster dauerhaft zu ändern oder von nun an täglich joggen zu gehen. Schafft es dagegen jemand, in Ihnen verlockende Bilder von einem Leben mit leckerem Essen und guttuender Bewegung zu verankern, werden Sie es versuchen. Wenn Sie die Veränderungen nicht alleine tun müssen, sondern Ihr Umfeld ebenfalls mitmacht, steigen Ihre Chancen zusätzlich, dass Sie es schaffen. In der Hirnforschung wird die Fähigkeit des Gehirns, neue Wege zu beschreiten, d.h. sich zu verändern, Plastizität genannt. Bei der Geburt ist sie sehr groß, nimmt dann aber im Laufe der Jahre zwar immer mehr ab. Deshalb fällt es Erwachsenen schwerer, Sprachen zu lernen. Oder einen gesunden Lebensstil. Aber es funktioniert - nur etwas langsamer. Man kann sich das vorstellen, wie eine alte Vinylschallplatte. Beim Abspielen folgt die Nadel der Rille. Es dudelt das Lied. Will man sie mit Gewalt über die Platte ziehen, um zu einem anderen Lied zu gelangen, ertönen hässliche Kratzgeräusche aus dem Lautsprecher. Das macht keinen Spass. Erfolgt die Veränderung jedoch mit Verstand – das heißt, hebt man den Tonabnehmer behutsam hoch und setzt ihn an anderer Stelle wieder ab – erklingt ein neues Lied. Jetzt macht's wieder Spass. Nur anders.

[...] Lies den zweiten Teil von “Wieso uns Veränderungen so schwerfallen” (und den ersten, falls du es noch nicht getan hast). (function(d, s, id) { var js, fjs = [...]

Lektion 39 – Neue Wege eröffnen neue Horizonte! | Vibono Blog mit Tipps zum Abnehmen - 10. Mai 2013

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