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Das Geheimnis des Genusses - Die Zutaten

Die Gerichte auf unseren Tellern sind ein Gedicht. Der Insalata pomodoro e cipolla (der Tomatensalat mit Zwiebeln) schmeckt herrlich frisch. Die Tomaten scheinen die Sonne des Südens in jeder Zelle gespeichert zu haben. Die Zwiebeln sind knackig-frisch, wahre Lebensfreudespender.

In der Caponata verbinden sich die Auberginen mithilfe des konzentrierten Tomatenmarks mit den Oliven und den Kapern zu diesem einzigartigen, süßlich-fruchtigen Ensemble, das diese Vorspeise so perfekt für heiße Sommertage macht. Vor allem, wenn - wie in unserem Fall - der Koch fein geschnippelten Stangensellerie dazugegeben hat.

Der gegrillte Schwertfisch, beträufelt mit sehr gutem Olivenöl und Saft aus einer dieser großen, schrumpeligen Zitronen, wie sie nur südlich von Neapel wachsen, umgarnt die Geschmacksknospen, dass man die Augen schließen und den Augenblick für alle Zeiten im Gedächtnis speichern möchte. Die Aussichten, dass dies gelingt, sind angesichts der Genüsse gar nicht so schlecht.

Ab und zu ein Schluck aus dem Weißweinglas, gefüllt mit einem mineralischen Grillo, der dafür sorgt, dass man nicht ins Träumen verfällt und einen regelmäßig aufs Köstlichste animiert, die Köstlichkeiten mit allen Sinnen zu genießen.

Das fällt angesichts der Lage des Restaurants nicht schwer. Wir sitzen oberhalb des Meeres, das mit sanften Wellen gegen die Felsen rauscht. Der Duft der Brandung mischt sich mit den Aromen der Gerichte. Die Abendsonne erwärmt nicht nur die Haut, sondern auch die Seele.

Es ist ein leicht zu lüftendes Geheimnis, was diesen Genussabend so besonders macht: Die frischen Zutaten, die von einer begnadeten sizilianischen Köchin so zubereitet wurden, wie es seit Generationen Tradition ist.

Dass man mit solchen Mahlzeiten abnimmt (trotz Wein) ist logisch. Die beste Erkenntnis beim Espresso ist die, dass es auch zuhause nicht schwierig ist, so gesund zu essen. Statt Schwertfisch gibt es eben Forelle und statt Grillo einen Riesling. Die meisten anderen Zutaten bekommt nördlich der Alpen genauso leicht.

 

Viele leckere Rezepte gibt's übrigens im Vibono-Kochbuch "Kochen bis die Hose rutscht".

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