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Der Karottentest

Der Zufall wollte es, dass ich vor dem Kühlschrank stand und die Wahl zwischen zwei verschiedenen Karotten hatte: Die eine liegt in einer Plastikschale neben etwa 15 Kolleginnen, alle zart umhüllt mit einem Negligé aus Zellophan auf dem stand "Bio Speisemöhren". Die andere wartet geduldig mit drei Artgenossinnen darauf verzehrt zu werden. Die spontane Eingebung: Die muss ich testen! Erstmal bekommen beide einen Namen, damit es einfacher wird. Die erste heißt nun Möhrchen. Die Verniedlichungsform, weil sie recht schlank daher kommt. Die zweite: krummer Brummer. Das Bild spricht für sich.

Die Herkunft. Biomöhrchen habe ich aus dem Supermarkt zu mir geholt. Einem Discounter, der für seinen schnellen Warenumschlag bekannt ist. Aufgewachsen ist sie in der Pfalz, so steht es zumindest auf der Verpackung. Dicker Brummer stammt aus Bayern. Von einem Gemüsehof. Direkt dort von meinem Schwiegervater in Obhut genommen. Komisch, denke ich mir, bei diesen zwei Karotten ist's gerade anders rum als bei zwei ehemaligen Politikern aus diesen Bundesländern. Da war der Helmut der Dicke und der Edmund der Schlanke. Egal. Der Biegetest. Bevor die beiden dazu beitragen dürfen, mein Hungergefühl zu bändigen, müssen sie sich einem kurzen, anspruchslosen Biegetest unterziehen. Der geht so: Ich nehme eine Karotte in die Hände und biege sie. Nicht so weit, dass sie brechen, aber doch so, dass ich herausfinde, dass Möhrchen irgendwie gummiartig rüberkommt. So als würde ihr das Rückgrat fehlen. Und das liegt nicht nur daran, dass sie schlank ist. Es hat mit der Konsistenz zu tun. Das wird klar als ich den Brummer teste. Vitalität ist das Wort, das mir in den Sinn kommt als sich das Ding kaum biegt. Eher würde es brechen als dass es nachgibt. Stures Ding. Der Farbtest. Beide sind orange. Kommt sicher vom Karotin. Während Biomöhrchen dabei etwas blass aussieht, strotzt krummer Brummer vor Farbintensität. Allerdings hat dieser Flecken. Und dabei habe ich beide Kandidatinnen vor dem Casting gründlich gewaschen und geschrubbt. Der Bisstest. Weil ich das Ganze ja nicht zum Spaß machen, sondern weil ich Hunger habe, beiße ich endlich rein in die Dinger. Beide knacken. Die Befürchtung, das Gummigefühl von Biomöhrchen könnte sich bei diesem Testteil negativ auswirken, erfüllt sich nicht. Zwar sticht krummer Brummer auch hier mit einem etwas grosserem Knackfeeling, aber das muss bei Nutzern dritter Beißerchen nicht unbedingt gut ankommen. Der Geschmackstest. Jetzt kommt's dick fürs Möhrchen. Klar schmeckt sie ein bisschen nach Karotte. Aber was der Brummer in dieser Disziplin abliefert, ist erste Klasse Karottengeschmack. Nach einem Mund voll Brummer stelle ich fest, dass ich Biomöhrchen im Mund mehr spüre als schmecke. Das Fazit. Wer isst, damit er seinem Hungergefühl mit Gemüse Herr wird, wird mit Biomöhrchen und ihren Kolleginnen sicher glücklich. Da ist nichts Falsches dran. Wer aber Karotten mit Genuss verzehren will, dem kann ich nur ans Herz legen, auf dem nächsten Wochenmarkt nach Verwandten vom krummen Brummer zu suchen. Man kann auch mit Genuss und guter Laune abnehmen. Die besten Hilfsmittel dafür: Das Buch “Schatz, meine Hose rutscht!” und unser kostenloses Abnehm-Coaching.

Toll Andreas,
solche Geschichten müssen einem erst einmal einfallen, aber Dir als Buchautor fällt das ja nicht schwer, wie man lesen kann. Super :)

Karin - 26. März 2014

Freut mich, Karin, dass dir solche Geschichten gefallen! Wie du weisst, ist mir wichtig, das Thema abnehmen nicht verbissen, sondern genuss- und humorvoll zu betrachten.

Andreas Schweinbenz - 26. März 2014

Absolut war! Ich futter beim Pferd immer die Futterkarotten, die sind so schön süß und knackig! Ansonsten meide ich Karotten eher...

Sabina Balz - 26. März 2014

Das hört sich jetzt ein bisschen so an, als sei "regional" besser als "bio", oder was möchtest Du mit Deiner Auswahl sagen? Ich würde da ehrlich gesagt, zu einer Kreuzung aus beidem tendieren: frische, knackige Bio-Möhrchen vom Wochenmarkt bzw. vom Bauern um die Ecke bzw. aus dem eigenen Garten. Frische, knackige und wohlschmeckende "Brummer" können trotzdem mit Pestiziden behandelt sein.

Elke - 27. März 2014

Elke, wollte keine Wertung abgegeben, sondern nur sagen, dass man die Lebensmittel, die man isst durchaus mal auf ihre Geschmacksqualität hin testen kann. ;-)

Andreas Schweinbenz - 27. März 2014

Also Möhren sind grad bei mir ein aktuelles Thema, da ich mit der Breikost meiner kleinen gerade angefangen habe.
Da wird jeder Stand auf dem Markt aber auch die Biomöhren aus dem Discounter durchprobiert.
Wo ist sie am saftigsten und schmeckt süß statt bitter?
Wie eine Möhre schmecken muss weis ich gar nicht, da ich bisher dicken Brummer aus Sardinien, aneinander gereiht in einer Plasteverpackung, wo nicht mal bio drauf steht, gegesse habe.
Und da man sagt, fange mit Möhren beim Brei an, da die süß sind, muss eine Möhre also bei mir süß sein, damit sie auch als schmeckend durch geht.
Die 1,90€/kg Bioland-möhren vom Markt waren schrecklich. Die großen ungenießbar und die kleinen bitter. Da hatte ich schon viel bessere Biomöhren für 1€/kg vom Discounter.
Der Bauer aus dem Nachbardorf, wo nicht groß mit Bio beworbrn wird, sondern aus dem eigenen Anbau verkauft dagegen für 1,80€/kg süße, saftige möhren.
Da geh ich hin, da kauf ich ein ;-)

Bettina sommer - 28. März 2014

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