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Morgens an der Kaffeebar

Direkt gegenüber von unserer Wohnung liegt eine Bar. Ich muss also nur über den Platz laufen und mich an die Theke stellen, wenn ich einen Espresso trinken will. Und was für einen Espresso!

Woran liegt es eigentlich, dass der italienische Kaffee so viel besser schmeckt als der Deutsche? Am Kaffee kann es nicht liegen. In unserer globalisierten Welt bekommt man gute Qualität auch in Deutschland. An den Kaffeemaschinen schon eher. Richtig gute Geräte sind teuer. Die rechnen sich nur, wenn viel Kaffee durch die Rohre fließt. Noch entscheidender erscheint mir aber das Können dessen, der den Kaffee zubereitet. Die Italiener haben ein Wort für diesen Berufsstand, wir nicht: Barista!

Ein sehr guter Barista versteht sein Handwerk (und das ist es) um ein Vielfaches besser als eine Aushilfskraft, die das Kaffeemachen an Mutters Brühkaffeemaschine gelernt hat.Wer einen echten Barista schon einmal über seine optimale Crema hat philosophieren hören, weiß wieviel Leidenschaft in den paar Millilitern schwarzen Bohnenextrakts stecken kann. Und wieviel Technik in einer Siebträgermaschine.

Und dann die Preise in Italien. 80 Cent bis einen Euro für einen Espresso sind normal. Allerdings nur, wenn man ihn an der Theke trinkt, "al banco". Wird er serviert, kostet er in der Regel einen Euro fünfzig bis zwei Euro. In touristischen Gegenden natürlich auch gerne mal mehr. Mir gefällt das.

Den Espresso im Stehen zu trinken spiegelt die italienische Frühstückskultur wider. Naja, viel gespiegelt wird da nicht, weil "der Italiener" morgens wenig futtert. Was er reinzwängt (häufig muss das schnell gehen), ist in der Regel dafür ziemlich süß. Ein Cornetto, ein Brioche oder Blätterteigteilchen sind oft mit einer süßen Creme, mit nicht minder süßer Marmelade oder gleich mit Nutella gefüllt. Das gibt die einen fulminanten Energieschub für den Tag, aber lange satt macht das nicht.

"Der Italiener" macht das aber so. Und nimmt damit - zumindest in früheren Zeiten - auch nicht zu. Ein Phänomen, dem ich auf den Grund gehen werde.

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