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Umstellung funktioniert! Eine australische Studie.

Dass es möglich ist, seinen Lebensstil umzustellen, hat sehr eindrücklich eine australische Studie gezeigt.

Die Aborigines Australiens haben über Zigtausend Jahre gewissermaßen abge­schottet von der westlichen Welt unter sehr schwierigen Umwelt­bedingungen einen gesunden Lebensstil als Jäger und Sammler gepflegt. Diabetes und andere Zivilisationskrankheiten kamen bei ihnen in dieser Zeit nicht vor.

Vor gut zweihundert Jahren begann die Besiedlung des fünften Kontinents und die Lebensbedingungen der Ureinwohner änderten sich zunächst langsam. Später schnell und gewaltig. Sie wurden an den Rand der neuen Gesellschaft gedrängt, weil sie mit dem Lebensstil der Weißen nicht zurecht­kamen. Ihrem überlieferten Lebensstil nachzugehen, wurde immer schwieriger. Zudem verfielen sie den Verlockungen der "Zivilisation": Der Konsum von Alkohol, fettigen Speisen und Zucker führte dazu, dass Diabetes, Herzinfarkte und Schlaganfälle bei den Aborigines dramatisch zunahmen. Heutzutage leiden die Ureinwohner zehnmal so häufig an Diabetes wie die restlichen Einwohner Australiens. Vor diesem Hintergrund startete die Ernährungswissen­schaftlerin Kerin O'Dea ihr spannendes Experiment.

Zehn übergewichtige unter Diabetes Typ-2 leidende Aborigines erklärten sich bereit, für sieben Wochen wieder zum ehemaligen Lebensstil im Outback zurückzukehren. In der abgeschiedenen Gegend in Nordwestaustralien hatten die Testpersonen keinen Zugang mehr zu kommer­ziellen Lebensmitteln oder Getränken. Sie mussten wieder auf die Nahrung zurückgreifen, die die Natur ihnen bot. Sie ernährten sich zunächst überwiegend von Kängurus, Vögeln und Maden. Nach etwa zwei Wochen gelangten sie in ein Gebiet mit breiterem Nahrungsspektrum und erweiterten ihren Speiseplan um Yamswurzeln, Feigen und Buschhonig. Und um Schildkröten und Krokodile. (Ein Buch, in dem Genuss großgeschrieben wird, darf diese Köstlichkeiten nicht verschweigen.)

Am Ende des Experiments, nach sieben Wochen, wurden die Teilnehmer medizinisch untersucht und auf die Waage gestellt. Diese zeigte im Schnitt sieben Kilogramm weniger an. Der Blutdruck war bei allen gesunken. Der zuvor erhöhte Triglyceridspiegel war auf Normal­niveau zurückgegangen. Der Anteil an Omega-3-Fettsäuren war nach oben geschnellt. Alle Stoffwechselanomalien der Diabetes hatten sich entweder stark verbessert oder sogar völlig normalisiert. Auch ihr psycho-sozialer Status hat sich sehr positiv verändert. Sie waren deutlich zuversichtlicher.

Vergleichbare Experimente wurden mit amerikanischen Indianern und indi­genen Hawaiianern durchgeführt. Sie führten zu ähnlichen Ergebnissen. Wer aus diesem Beispiel den Schluss zieht, er sollte Maden und Krokodile essen, hat vom Prinzip her recht. Mageres Fleisch anderer Tiere und allgemein proteinreiche Kost tun es aber auch.

Dass den Aborigines die Rückkehr zu ihrem alten, gesunden Lebensstil gelang, hatte vor allem einen ganz einfachen Grund: Im Outback gab es keine dickmachenden Nahrungsmittel. Weil es keinen Zucker, kein fettiges Billig­fleisch, keinen Alkohol gab, konnten sie auch nichts davon konsumieren. Aus den Augen, aus dem Sinn. In unserem Kulturkreis tun wir uns wesentlich schwerer mit diesem Motto. Es gibt fast keinen Ort mehr, an dem wir nicht in Versuchung geführt werden. In der Küche lockt der Kühlschrank, im Wohn­zimmer flackert ungesunde Werbung über den Bildschirm, und in der Stadt umgarnen uns unzählige Imbissbuden, Bäckereien, Metzgereien, Kneipen, Cafés und Restaurants. Von den Supermärkten ganz zu schweigen.

Auszug aus dem Bestseller “Schatz, meine Hose rutscht! Wie Sie ohne Diät genussvoll abnehmen.”

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Oh ja, das ist eine wahre Herausforderung des Alltags. Doch mit Vibono kann man es schaffen. Im Supermarkt bleiben die Fett-und Zuckerbomben meistens im Regal. Der Energiedichte sei Dank.

Heike Hupkau - 3. Januar 2018

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