Gesundheit energetisch betrachtet

Gesundheit energetisch betrachtet

Gesundheit energetisch betrachtet

Gesundheit wissenschaftlich aus der Perspektive menschlicher Energie betrachtet

Bisherige Sicht auf Gesundheit

Wir sind es gewohnt, Gesundheit vor allem über Dinge zu erklären, die man beobachten, messen oder sichtbar machen kann: Symptome, Blutwerte, Urinwerte, Abstriche, Ultraschall, Röntgen, MRT, usw. Oft lassen sich so gesundheitliche Probleme zuverlässig erkennen und lösen.

Viele Menschen finden auf diesem Weg aber keine Abhilfe. Oft durchlaufen sie eine Ärzteodysee, verbringen unfassbar viel Zeit in Wartezimmern und werten zunehmend frustriert. Ein Grund ist häufig, dass spezialisierte Mediziner in ihrem Fachbereich nicht fündig werden, sich aber außerhalb ihres Fachgebiets zu wenig auskennen (Beispiele unten).

Genau hier setzt die gesamtheitliche Energiesicht an. Sie betrachtet den Menschen nicht in erster Linie als Ansammlung einzelner Teile, sondern als lebendiges System, in dem ständig Energie aufgenommen, umgewandelt, verteilt und verbraucht wird. Gesundheit ist dann nicht bloß die Abwesenheit von Krankheit. Gesundheit ist die Fähigkeit, mit Energie gut zu wirtschaften.

Der Neuroimmunologe Martin Picard betont in diesem Zusammenhang einen einfachen, aber weitreichenden Gedanken: Nahezu alles, was der Körper tut, kostet Energie. Denken, Verdauen, Heilen, Abwehren, Bewegen, Fühlen, Regenerieren. Deshalb ist es sinnvoll, Gesundheit nicht nur danach zu beurteilen, ob irgendwo eine Störung nachweisbar ist, sondern auch danach, wie gut Energie im Organismus fließt und für die richtigen Aufgaben verfügbar ist.

Gesundheit aus Energie-Sicht

Betrachtet man Gesundheit aus energetischer Perspektive ist sie kein statischer Zustand. Schon gar nicht ist man so gesehen entweder „gesund“ oder „krank“. Das aktuelle Befinden eines Menschen ist eine Momentaufnahme, die auf einer subjektiven Skala subjektiv und teilweise objektiv bewertet werden kann.

Der Grad an Gesundheit zeigt sich daran, wie gut ein Mensch Belastung verkraftet, sich erholt, mit Anforderungen umgeht und trotz wechselnder Lebensumstände stabil bleibt.

Ein Mensch kann im klassischen Sinn „unauffällig“ sein und sich trotzdem ständig erschöpft, verspannt, gereizt oder anfällig fühlen. Umgekehrt kann jemand mit einer Diagnose im Alltag erstaunlich belastbar sein. Entscheidend ist also nicht nur, ob irgendwo etwas defekt ist oder unrund läuft, sondern wie gut das Gesamtsystem noch trägt.

Gesundheit bedeutet aus dieser Sicht: Der Körper hat genug Energie, um nicht nur zu funktionieren, sondern sich auch zu reparieren, auf Belastungen zu reagieren und wieder in Erholung zu kommen. Krankheit oder Vorstufen davon entstehen häufig dort, wo Energie dauerhaft falsch verteilt, übermäßig verbraucht oder nicht gut verfügbar ist.

Warum der Energiefluss so wichtig ist

Viele Menschen spüren intuitiv, dass ihr Zustand davon abhängt, wie „energiegeladen“ oder „leer“ sie sich fühlen. Die Sicht menschlicher Energie nimmt dieses Erleben ernst, ohne ins Esoterische abzurutschen.

Wer dauerhaft unter Stress steht, verbraucht viel Energie für Alarm, Anspannung und kurzfristiges Funktionieren. Dann bleibt oft weniger für Schlaf, Verdauung, Immunsystem und Regeneration. Wer sich kaum bewegt, schwächt nicht nur Muskeln und Kreislauf, sondern in der Regel seine gesamte Belastbarkeit. Wer schlecht schläft, verliert nicht einfach nur Ruhe, sondern die Chance, Energie lange genug dort wirken zu können, wo sie für Lernen, Verarbeiten oder Reparaturen benötigt wird.

So wird verständlich, warum Gesundheit mehr ist als ein guter Laborwert. Ein Mensch ist nicht deshalb gesund, weil einzelne Werte stimmen, sondern weil sein Organismus in der Lage ist, Energie passend zu gewinnen, zu verteilen und einzusetzen.

Umgekehrt bedeutet eine diagnostizierte Einschränkung nicht automatisch Krankheit, wenn der Körper in der Lage ist, das Defizit dauerhaft energetisch zu kompensieren. Allein dieser Gedanken kann mental von großem Nutzen sein.

Die klassische Sicht auf Gesundheit

Die klassische Medizin hat immense Stärken. Sie kann akute Krankheiten auskurieren, Organe reparieren oder gar austauschen, schwere Störungen beheben und Leben retten. Nichtsdestotrotz betrachtet sie Gesundheit oft vor allem als Abwesenheit klarer Defekte. Werden solche oder Zusammenhänge nicht erkannt, leidet ein Mensch, gilt aber als gesund.

Dabei gerät leicht aus dem Blick, dass der Mensch kein Nebeneinander von Einzelteilen ist. Wie sich das im medizinischen Alltag immer wieder auswirken kann, hat wohl jeder schon einmal erlebt. Hautärzte, die nur auf die Haut und nicht auf den Darm schauen. Augenärzte, die Verspannungen im Nacken oder im Kiefer außer Acht lassen. Gastroenterologen, die der Ernährung kaum Beachtung schenken. Orthopäden, die zwar zwar einen schmerzenden Fuß sehen aber nicht eine Schiefstellung des Beckens, Haltungsschäden oder gar ein Problem mit dem Zahnbiss. Innere Mediziner, die gegen erhöhten Blutdruck Medikamente anstatt Bewegung verschreiben. Allgemeinmediziner, die zwar immer wieder feststellen, dass Patienten unter Infekten leiden und Antibiotika verschreiben, aber nicht helfen können, das Immunsystem dauerhaft zu stärken. Kinderärzte die psychische Belastungen oder Angststörungen nicht erkennen und die Ursache für Bauchschmerzen im Magen verorten.

Diese und viele weitere Beispiele zeigen das Problem dass die klassische Sicht oft fragt: Wo sitzt die Störung?

Die Energieperspektive ergänzt: Was läuft im ganzen System ungünstig? Wo fehlt Energie? Wo wird sie gebunden? Wo wird sie falsch priorisiert?

Die Vorteile der energetischen Sicht

Die energetische Betrachtung des Körpers verändert die Perspektive von einer lokalen Betrachtung von Details hin zu Zusammenhängen. Diese gesamtheitliche Sicht beleuchtet Prozesse und hinterfragt Abhängigkeiten.

Wer andere Fragen stellt, erhält andere Antworten.

So erkennt man offensichtliche Beziehungen zwischen Schmerzen, Erschöpfung, Infektanfälligkeit, Verspannungen, Konzentrationschwierigkeiten und Stimmungsschwankungen einerseits und Bewegung, Ernährung, Schlaf, und Stress andererseits. Die Forschung, insbesondere im Bezug auf Mitochondrien hat in den letzten Jahren darüber hinaus riesige Fortschritte gemacht und offenbart in immer kürzeren Abständen neue Erkenntnisse zu diesen vernetzten Mini-Kraftwerken, deren Rolle im Energiefluss des Körpers weit über das hinaus geht, was Mediziner in ihrem Studium gelernt haben.

Zum Einen können so Warnzeichen früher richtig interpretiert werden. Zum Anderen versteht man immer besser, wo klassische Intervention Sinn macht oder wo alternative Heilverfahren, gezielte Live-Hacks oder schlicht und ergreifend den Lebensstil verbesserende Maßnahmen das beste Heilmittel sind. Bewegung und Ernährung sind beispielweise riesige Hebel, die man immer besser in Therapie und Prävention verordnen kann.

Vor allem aber passt sie besser zum wirklichen Leben. Menschen erleben sich nicht organspezifisch. Sie erleben sich als wach oder müde, tiefenentspannt oder „von allem und jedem genervt“, belastbar oder fragil, „zum Bäume ausreißen“ oder ausgelaugt.

Künstliche Intelligenz kann hier positive Dienste leisten, weil sie Zusammenhänge sichtbar machen kann, die einzelne Ärzte nie erkennen könnten. Daten, die auf einen einzelnen Bereich im Menschen keine Aussagekraft haben, können in Kombination mit anderen Daten plötzlich einen Befund erklären. Man denke nur an die riesigen Datenmengen von bildgebenden Analysen, weltweiten Blutwerten, Gen-Datenbanken und Medikamentenforschung.

Die energetische Sicht passt so gesehen besser als die klassische Medizin in unsere in vielerlei Aspekten vernetzte Welt.

Was jeder Mensch daraus lernen kann

Viele umgangssprachliche Redewendungen ergeben plötzlich womöglich einen anderen Sinn. „Diese Beziehung kostet mich so viel Energie.“ „Mein Job laugt mich aus.“ „Ab Donnerstag laufe ich immer auf Reserve.“ „Das hat mir dann endgültig den Stecker gezogen.“

Hinweise auf energetische Zusammenhänge gibt es auch in Sprichwörtern. „Nach dem Essen sollst du ruh’n oder tausend Schritte tun“ beschreibt den bekannten Effekt, dass Verdauung viel Energie kostet und dass es für den Organismus zwei gute Optionen gibt, damit umzugehen: Entweder man ruht sich aus und gibt dem Körper so die Chance, vollen (energetischen) Fokus auf die Verdauung zu legen und andere Körperfunktionen herunter zu priorisieren. Oder man setzt durch einen Spaziergang nach dem Mittagessen ein klares Signal, dass der gesamte Muskelapparat gerade benötigt wird, was den erfreulichen Nebeneffekt hat, dass durch die Bewegung Energie mobilisiert wird und anschließend beispielsweise dem Gehirn zur Verfügung steht. Was nach einem Life-Hack des 21. Jahrhunderts klingt, ist also in Wirklichkeit eine alte Weisheit, die man heute wissenschaftlich erklären kann.

Wer Gesundheit energetisch betrachtet, kann den eigenen Alltag anders hinterfragen. Nicht nur: Was esse ich? Sondern auch: Was gibt mir Energie, was raubt sie mir? Oder: Welche Rolle spielt die Essensmenge? Nicht nur: Wieso hilft Kaffee bei kurzfristig? Sondern auch: Wieso kommt mein Kollege ohne Kaffee entspannt durch den Tag? In wiefern unterscheidet sich unser Lebensstil?

Ein erster Schritt ist, wieder mehr auf Zusammenhänge zu achten. Schlechter Schlaf, ständige Infekte, Gereiztheit, Heißhunger, Verspannungen und Erschöpfung sind oft keine zufälligen Einzelprobleme. Sie können Ausdruck desselben Grundproblems sein: Der Organismus steht energetisch unter Druck.

Ein zweiter Schritt ist, Belastung und Erholung bewusster auszubalancieren. Soziale Interaktion ist wichtig, aber muss ich dazu mit meinem Daumen über den Handybildschirm wischen? Bewegung ist wichtig, aber auch Ruhe. Konzentration ist wichtig, aber auch Pausen. Anstrengung kann stärken, wenn auf sie Erholung folgt. Ein Organismus wird nicht gesünder, wenn er nur geschont wird. Aber auch nicht, wenn er dauernd unter Hochspannung steht.

Ein dritter Schritt ist, Schlaf, Ernährung, Bewegung und Entspannung nicht als moralische Pflichten zu sehen, sondern als Eingriffe in den Energiehaushalt. Schlaf hilft, Energie neu zu ordnen. Bewegung verbessert, wie Energie genutzt und verteilt wird. Gute Ernährung liefert gesunde Rohenergie und verleiht Stabilität. Entspannung senkt unnötige Daueraktivierung des Gehirns, das etwa 20% unserer Energie beansprucht.

Ein vierter Schritt ist, die eigene Lebensführung ernster zu nehmen. Welche Menschen tun gut? Welche Situationen leeren den eigenen Akku beschleunigt? Welche Gewohnheiten machen stabiler? Welche Umstände erzeugen ständig innere Reibung?

Wer beginnt, so zu denken, sieht Gesundheit nicht mehr nur als medizinisches Thema, sondern als tägliche Form von Regulation.

Fazit

Die klassische Medizin ist großartig und bleibt wichtig. Sie wird sich aber in den nächsten Jahren noch stark verändern. Die Gesamtheitliche Betrachtung des Menschen wird darin eine viel größere Rolle spielen, weil er als innerlich und äußerlich vernetztes Wesen gesehen werden wird.

 

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