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Versteckter Zucker im Müsli

Ein Müsli kann sehr gesund sein – aber auch jede Menge versteckten Zucker enthalten. Es lohnt sich also die wichtigsten Zutaten genau anzuschauen, z.B. die Cerealien und gerne verwendeter Joghurt.

Die Cerealien
Der Zuckeranteil von Cerealien, die ihr im Supermarkt kaufen könnt, kann sich extrem unterscheiden. Hier exemplarisch der Zuckeranteil von drei verschiedenen Körnermischungen pro 100 Gramm:

- Haferflocken: 1,2 g
- Ungezuckertes Vollkorn-Müsli: 10 g
- Gezuckertes Früchtemüsli: 28 g

Wenn ihr nur auf die Energiedichte schaut, unterscheidet die sich nur minimal: Sie beträgt in allen genannten Cerealien 3,5 bzw. 3,6 kcal/g. Da der Kohlenhydrate-Anteil zwischen knapp 56 und 61 g pro 100 Gramm schwankt, muss es einen erheblichen Unterschied bei der Zusammensetzung der Kohlenhydrate geben. Während bei den Haferflocken und dem Vollkorn-Müsli die Kohlenhydrate überwiegend komplex sind, ist im Früchtemüsli eine große Menge einfacher Kohlenhydrate enthalten. Diese lösen eine deutlich stärkere Insulinausschüttung aus und gelangen schneller ins Blut. Die Gefahr, dass die Insulinschaukel dadurch kräftig ins Schwingen kommt, ist erheblich.

Der Joghurt
Naturjoghurt und Fruchtjoghurt unterscheiden sich stark in ihrem Zuckergehalt. Hier wieder die Werte pro 100 Gramm:

- Naturjoghurt: ca. 6 g
- Fruchtjoghurt: ca. 14 g

Pro 100 Gramm Joghurt macht das immerhin einen Unterschied von etwa acht Gramm, das sind knapp zwei Teelöffel voll.

Das ganze Müsli
Für eine durchschnittliche Frühstücksportion braucht man 30 Gramm Trockenmüsli und 250 Gramm Joghurt. (Eventuell noch etwas Milch, die wir hier aber mal außen vor lassen wollen). Die bestmögliche Kombination aus Cerealien und Joghurt sind also Haferflocken mit Naturjoghurt. Den meisten Zucker enthält das Früchtemüsli mit Fruchtjoghurt. Hier in der Übersicht:

- Haferflocken mit Naturjoghurt: ca. 15 g
- Vollkornmüsli mit halb/halb Natur- und Fruchtjoghurt: ca. 28 g
- Früchtemüsli mit Fruchtjoghurt: ca. 43 g

Der Unterschied zwischen der süßesten und der besten Kombination beträgt also 28 Gramm Zucker. Das entspricht fast drei Esslöffel Kristallzucker. Für ein einfaches Frühstück ist das ganz schön heftig!

Versöhnlich ist, dass von allen Beispielen die Energiedichte "grün" ist. Bei der Haferflocken-Naturjoghurt-Kombi beträgt sie 0,9 kcal/g, bei der Früchtemüsli-Fruchtjoghurt-Variante sind es 1,3 kcal/g. Das liegt daran, dass auch zuckerreichere Mischungen ziemlich viele Ballaststoffe und komplexe Kohlenhydrate enthalten.

In jedem Fall ist ein Müsli also besser als ein Toastbrot mit Butter und Nutella. Wer die Ausschläge seines Blutzuckerspiegels optimieren möchte, achtet zukünftig jedoch auch auf den Zuckergehalt seines Frühstücks. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn man spürt, dass die Lust auf Süßes wieder zunimmt, dann droht nämlich der Rückfall in alte Essgewohnheiten. Man könnte auch sagen: Die Zuckersucht schlägt zurück!

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