Bitter? Ja, bitte!!!

Bitter? Ja, bitte!!!

Bitter? Ja, bitte!!!

Gut für den Stoffwechsel und gegen Heißhunger!

Jeder kennt die 5 Geschmacksrichtungen: süß, sauer, salzig, bitter und umami. Jeder?

Was war ich erstaunt, als unsere Kinder kürzlich Radicchio für zu „sauer“ befunden haben. Sauer? Auf der Suche nach vergleichbarem Geschmack sind wir dann bei Oliven gelandet, und haben festgestellt, dass sie fast nichts kennen, was ähnlich schmeckt. Wir haben uns dann auf „bitter“ geeinigt und darauf, dass ihnen „bitter“ wirklich nicht gut schmeckt.

Woran liegt es, dass der bittere Geschmack buchstäblich aus unserer Ernährung verschwindet?

Der Mensch bevorzugt die Geschmacksrichtung „süß“ und die Lebensmittelindustrie reagiert darauf, indem sie Bitterstoffe z.B. aus Gemüse- und Salatsorten herauszüchtet. Und wir gewöhnen uns immer mehr an den milden, süßen Geschmack.

Wer will kann das gerne mal testen: kauft euch eine „normale“ Paprikaschote und eine Spitzpaprika – die Spitzpaprika schmeckt wie Obst!

Wildkräuter kommen quasi nicht mehr auf den Teller, höchstens ein paar wenige normierte Kräuter. Wir kommen mit „bitter“ kaum mehr in Kontakt.

Brauchen wir Bitterstoffe dann überhaupt?

Eine geschmacklich normierte, wenig bittere Ernährung steigert den Appetit, man isst davon im Schnitt mehr. Bitterstoffe dagegen bremsen den Appetit aus zwei Gründen: Allein wegen des intensiven Geschmacks isst man normalerweise schon weniger und Bitterstoffe regen eine verstärkte Produktion der Verdauungssäfte an, was früher zu einem Sättigungsreiz führt. Obendrein legen Studien nahe, dass das Sättigungsgefühl fast doppelt so lange anhält, wenn Bitterstoffe enthalten sind.

Noch ein kleiner Nebeneffekt: Bitterstoffe sollen basisch wirken und bei der Entsäuerung des Körpers helfen.

Fazit: Bitterstoffe sind gut für die Verdauung, für den Fettstoffwechsel, sättigen schneller, halten länger satt, helfen dem gesamten Stoffwechsel, allen voran der Leber.

Klingt gut, oder? Bleibt noch die Frage, wie man an Bitterstoffe kommt:

Endivien, Chicorée, Artischocken, Rucola, Löwenzahn, Bärlauch, Gänseblümchen, Olivenprodukte enthalten z.B. ordentlich Bitterstoffe. Daraus lassen sich prima Salate zaubern.

Wenn es schnell gehen soll, dann gibt es auch Bitterstoff-Tees, die mitunter Löwenzahn, Scharfgarbe, Wermut u.ä. enthalten (erhältlich in Apotheken, Drogerien oder online, z.B. Heidelberger`s 7 Kräuter-Stern) oder Tropfen, z.B. von Bitterliebe (gibt es in Drogerien oder online).

Im Idealfall nimmt man mindestens einmal täglich, besser aber vor jeder Mahlzeit Bitterstoffe zu sich. Im akuten Heißhungerfall empfiehlt es sich auch abends auf der Couch zu Bitterstoff-Tee oder Tropfen zu greifen, statt zur Schokolade.

Einfach mal ausprobieren!

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Dieser Tipp ist Teil unseres Abnehm-Coachings. Das Ziel: dauerhafte Ernährungsumstellung!

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  • Hallo, das werde ich mal ausprobieren. Eine Frage hätte ich: Bitterliebe empfiehlt die Einnahme der Tropfen NACH dem Essen. Oben heißt es jedoch VOR. Ist das nun egal oder macht das einen Unterschied?

    Stefanie Müller-Bartoli - Antworten

    • Hallo Stefanie, wenn du es nur gegen die Gelüste nach süß nimmst, ist nach dem Essen gut. Wenn du aber die Verdauung unterstützen willst, dann bin ich ein großer Freund von VOR dem Essen: Bitterstoffe regen die Produktion von Verdauungssäften an, die bei der Verdauung eine wichtige Rolle spielen. Über diesen Satz bin ich auf der Verpackung auch schon gestolpert und fand ihn erklärungsbedürftig… GLG, Nicole

      Nicole Lechner - Antworten

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