Frühlingsgefühle

Frühlingsgefühle

Frühlingsgefühle

Recherche mit unerwartetem Ausgang (im Video)

Endlich Frühling! Bekomme ich jetzt Frühlingsgefühle?

Mir fällt auf, dass mein persönlicher Erfahrungsschatz minimal ist. Ich bin seit vielen Jahren glücklich verheiratet und kennengelernt habe ich meine Frau im September. So ein Mist! Wie? Nein, natürlich nicht, dass ich sie kennengelernt habe, sondern dass da allenfalls Spätsommergefühle im Spiel waren.

Also recherchiere ich,  gewitzt, wie ich nun mal bin, bei Google. Sofort finde ich etwas: „Wie sich der Frühling auf die Börsen auswirkt“. Aha, Wissenschaftler erkennen angeblich einen Zusammenhang zwischen frühlingshaft warmen Sonnenstrahlen und Börsenkursen.

Weiter mit der Vogue: „Frühlingsgefühle – Diese 7 Models zeigen Frisuren, die auch Sie tragen wollen“. Ich schaue mir die Frisuren an. Und komme mir völlig inkompentet vor. Was bitte unterscheidet diese Frisuren von Sommer-, Herbst- oder Winterfrisuren? Mit den Frühlingsgefühlen, die ich suche, haben sie auf jeden Fall nichts zu tun.

Stimmt übrigens, das Internet macht schlau. Auf polnisch heißen Frühlingsgefühle „uczucie nt radości z powodu nadchodzącej wiosny“. Respekt! Ne komplette Kurzgeschichte. Schade, dass ich das nicht wörtlich übersetzen kann. Ich lern’s trotzdem auswendig, man kann ja nie wissen, wann man das mal brauchen kann.

Ah, jetzt, da: Zwei Datingplattformen scheinen den Suchbegriff für sich entdeckt zu haben. Die Spur wird heißer!

Doch was ist das? Ein Rückschlag. Ich lande bei World of Warcraft. Puh! Ernüchterung macht sich breit.

Ich ändere die Strategie und schaue bei Spotify nach. Hätte ich das bloß nicht getan! Der erste Treffer ist: „Jetzt geht’s ab wie Schmitz‘ Katze“ – von der CD „Voll Schlager, Vol. 2 (Frühlingsschlager)“. Au Backe! Schnell weiter. Jetzt aber: „Die Top 101 Frühlingsgefühle“. Nach fünf Stunden bin ich durch. Meine Ohren bluten. Von Frühlingsgefühlen keine Spur.

Da kann nur noch die Bild-Zeitung helfen, denke ich mir. Und – in der Tat – was ich finde, geht endlich in die richtige Richtung: „Gibt es Frühlingsgefühle wirklich?“. „Na klar gibt es Frühlingsgefühle“, sagt da ein Biopsychologe. „Ein wildes Chaos der Sexualhormone wie oft behauptet wird, ist aber Unfug.“.

Da! Das ist der richtige Treffer! „Das Sex-Blog“ von ZEIT-Online schreibt: „Frühlingsgefühle – Fakt oder Fiktion?“. Ich bin wohl endlich auf der richtigen Fährte: „Menschen werden sich die Kleider vom Leib reißen, Wildfremde werden sich voneinander magisch angezogen fühlen und in neun Monaten wird es auf den Säuglingsstationen voll.“. Doch dann die Ernüchterung: „Oder auch nicht. Das mag jetzt alles sehr unromantisch klingen, aber das, was wir als Frühlingsgefühle bezeichnen (und genießen), ist laut Experten nichts anderes als Einbildung.“ steht da.

Boah! Alles nur Einbildung? Irgendwie ist das viel zu schade, um wahr zu sein. Gibt’s nicht vielleicht unter euch jemanden, der mir ein Indiz dafür liefern kann, dass der Frühling tatsächlich die Schmetterlinge im Bauch tanzen lässt? Oder beschreibt dieses Video hier tatsächlich die Realität?

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  • Sehr, sehr lustig 🤣
    Selbstverständlich gibt es Frühlingsgefühle, aber es müssen einem natürlich auch die „geeigneten Kandidaten“ über den Weg laufen😉

    baerbelzz - Antworten

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